Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Südostbayern ist ein Frauen- und Fachverband, der seit 1989 professionelle Beratung und Unterstützung für Frauen, Familien, Kinder und Jugendliche anbietet und als anerkannter Träger der Jugendhilfe lt. § 75 SGB VIII tätig ist.

Unser wichtigster Grundsatz ist die „Hilfe zur Selbsthilfe“.
Wir setzen an den Ressourcen der Menschen an und wollen dazu beitragen, dass die Führung eines Lebens in Würde ermöglicht wird und daran mitwirken, positive Lebensbedingungen für Kinder, Frauen und Familien zu schaffen.

Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Südostbayern ist seit 1985 als selbständige, gemeinnützige Organisation (Dachverband: Caritas) mit 52 Mitarbeiterinnen und Honorarkräften sowie 55 Ehrenamtlichen an 10 Dienststellen in Südostbayern tätig:

SkF Beratungsstellen für Schwangerschafts- und Familienfragen
Rosenheim – Wasserburg – Kolbermoor - Prien – Traunstein – Freilassing
• wir beraten, begleiten und unterstützen Frauen und Familien in Problem- und Konfliktsituationen vor, während und nach einer Schwangerschaft

SkF Frauenhaus Rosenheim: Schutz vor Gewalt rund um die Uhr
• wir bieten Schutz und Unterkunft für bedrohte und misshandelte Frauen und ihre Kinder
• dazu gehören schnelle und unbürokratische Aufnahme, Beratung in Krisen, pädagogische Hilfen für Kinder, Informationen zu Schutzmöglichkeiten

SkF FrauenbüRO:
• Präventionsprojekt PräGe
• MiCa: Migration und häusliche Gewalt

SkF Spielstuben Prien – Freilassing

• wir bieten kontinuierliche Betreuung für Kleinkinder bis zum Kindergartenalter; Förderung der sozialen Kompetenz und Entlastung der Eltern

Inhaltliches Konzept

Gesellschaftlicher Wandel
Der tiefgreifende Strukturwandel unserer Gesellschaft hat selbstverständlich auch gravierende Auswirkungen auf Familien und die Familienplanung:

Die SkF Spielstube Prien fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Die Berufstätigkeit von Frauen ist heute gesellschaftliche Realität geworden,
• weil Frauen Berufstätigkeit und Familie verbinden wollen,
• weil die familiären finanziellen Verhältnisse die Berufstätigkeit beider Elternteile notwendig machen,
• weil Frauen immer häufiger für das Familieneinkommen sorgen, wenn ihre Partner arbeitslos sind,
• weil Frauen nach Trennungen oder Scheidungen die Hauptaufgabe in der Kindererziehung übernehmen und berufstätig sein wollen oder müssen.
Die SkF Spielstube Prien hat daher eine wichtige Funktion, Berufstätigkeit und Familie miteinander verbinden zu können.
Hohe fachliche Qualität der Arbeit hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Entscheidung von Paaren, ein Kind bzw. weitere Kinder zu bekommen.

Die SkF Spielstube Prien arbeitet bedarfsorientiert und flexibel

Die Arbeit in der SkF Spielstube Prien orientiert sich an den Interessen der Kinder und deren Familien und bezieht ihre Lebenswelten in die Arbeit ein. Im Rahmen des pädagogischen Konzeptes ist ausreichend Platz für individuelle Förderung und individuelle Bedürfnisse des Kindes.
Öffnungszeiten und Platzangebot orientieren sich am Bedarf und können innerhalb eines bestimmten Rahmens flexibel angeboten werden.

Die SkF Spielstube Prien arbeitet ressourcenorientiert

Ausgangspunkt der pädagogischen Arbeit mit den Kindern sind deren Fähigkeiten und Stärken. Durch Beobachtung und Dokumentation werden die Ressourcen der Kinder gesehen und sie erhalten professionelle Unterstützung im Ausbau dieser Fähigkeiten.
Die geäußerten Interessen der Eltern bilden den Ausgangspunkt für Aktivitäten rund um die Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder.
Die Eltern erhalten Beratung und Unterstützung durch das Fachpersonal.

Pädagogische Grundsätze

Die SkF Spielstube Prien versteht sich als ein Ort zur Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern, sie arbeitet daher familienergänzend und familienunterstützend.

• Erziehung verstehen wir als Dialog zwischen Erwachsenen und Kindern, als Impuls gebende, unterstützende Begleitung im Prozess der Entwicklung von Urteilskraft und des Aufbaus einer eigenen Identität.

• Kinder in einer immer komplexer werdenden Welt benötigen vielfältige Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse. Dem Erwerb dieser Basiskompetenzen und Schlüsselqualifikationen (wie sie im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan dargelegt worden sind) kommt besondere Bedeutung zu. Die pädagogischen MitarbeiterInnen orientieren sich an der Lebenssituation und der individuellen Entwicklung der Kinder und regen entsprechende Erfahrungs- und Lernprozesse an.

• Auch der Säugling ist kein hilfloses und passives Wesen. Bereits Neugeborene besitzen eine Vielzahl von Kompetenzen und setzen sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinander. Die Aufgabe der Erwachsenen besteht darin, die Signale des Kindes wahrzunehmen, zu verstehen und auf seine Bedürfnisse einzugehen.

• Bildung verstehen wir als lebenslangen, sozialen Prozess, in dem kulturelle, instrumentelle, soziale und personale Kompetenzen aufgebaut werden. Fachkräfte und Eltern sind aktiv Beteiligte in diesem Prozess.

• Bildung in der SkF Spielstube Prien verstehen wir vor allem als spielerisches Lernen in und um Alltagssituationen. Die Rolle der Fachkräfte ist es, diese alltäglichen Situationen zu nutzen und daraus Lernprozesse für die Kinder zu initiieren und zu gestalten. Eine große Bedeutung messen wir dem Lernen in der Kindergruppe bei.

• Im Prozess der Betreuung werden Beziehungen aufgebaut und Bindungen eingegangen. Damit kommt der Betreuung eine grundlegende Bedeutung bei, ohne die Erziehung und Bildung nicht möglich ist.

• Ressourcenorientierte Beobachtung und Dokumentation: kindliche Stärken und Ressourcen werden beachtet und gefördert.

• Die Kinder werden entsprechend ihres Alters und entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten an Entscheidungsprozessen im Spielstubenalltag beteiligt. Ihre Fähigkeit Entscheidungen zu treffen wird gefördert.

• Die Gruppe wird altersgemischt zusammengesetzt.

Zielgruppe:

Zielgruppe der Einrichtung sind Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren, die in festen Gruppen mit jeweils 12 Kindern betreut werden. Die SkF Spielstube Prien steht Kindern unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturkreisen und Religionen offen. Die einzelnen Gruppen werden altersgemischt, geschlechtsgemischt und sozial sowie kulturell unterschiedlich zusammen gesetzt, um soziale Lernmöglichkeiten anzubieten.
Die Betreuung findet in festen Gruppen statt, die jeweils von einer pädagogischen Erstkraft, einer pädagogischen Zweitkraft und einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin betreut werden.
Wir verstehen uns als familienergänzendes Angebot.

Unser Bild vom Kind – Spielen und Lernen

Jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit und wird von uns als solche wahrgenommen. Es braucht Geborgenheit, Verlässlichkeit, Achtung und Liebe, damit es sich seelisch, emotional, intellektuell und motorisch in dem ihm eigenen Tempo entwickeln kann. Die SkF Spielstube Prien ist ein Ort der Geborgenheit, an dem sich die uns anvertrauten Kinder in der Gemeinschaft beim Spielen, Entdecken und Lernen nach eigenen Bedürfnissen entfalten und sich wohlfühlen können. Wir geben allen Kindern ausreichend Zeit und Raum, um eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und zu äußern. Die Kinder werden angeregt, Selbständigkeit zu entwickeln, erleben Offenheit und Toleranz. Die beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen sind sich ihrer Vorbildfunktion bewusst und entwickeln ein Klima, das von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt ist.
Wir geben den Kindern Aufmerksamkeit und Zuwendung, nehmen ihre Erfahrungen ernst und fordern und fördern ihre Kräfte. Vorrangig sind die Erlebnisse und Erfahrungen der Kinder: Körpererfahrung, Sprache, bildnerisches Gestalten, musikalische Tätigkeiten, mathematische und naturwissenschaftliche Grunderfahrungen. Als beispielhafte Anregungen bilden sie die Substanz des Bildungsprozesses in unserer Spielstube unter Beachtung der physischen Besonderheiten in diesen frühen Lebensjahren (z.B. Empfindsamkeit, rasche Ermüdung usw.)

Dem Spielen der Kinder messen wir eine ganz besondere Bedeutung zu, denn das Spielen ist in besonderer Weise ein selbstbestimmtes Lernen mit allen Sinnen und emotionaler Beteiligung. Es ist ein ganzheitliches Lernen, da es die gesamte Persönlichkeit fördert. Das Spiel ist für Kinder die grundlegende Möglichkeit, sich mit anderen auseinander zu setzen, sich selbst zu entdecken und gegenseitig respektieren zu lernen. Sie gewinnen dadurch Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.
Wir achten darauf, dass Kinder mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten am Alltag in der Gemeinschaft teilhaben und fördern die Integration von behinderten und nicht-behinderten Kindern.

„Kinder sollen mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun! Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird. Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Inneren, an die man sich halten kann!“ Astrid Lindgren

Ziele der pädagogischen Arbeit

Die SkF Spielstube Prien setzt den gesetzlichen Auftrag der Bildung, Betreuung und Erziehung von Kleinkindern im Alter ab 9 Monaten bis zu drei Jahren um. Unser Ziel ist es, gleiche Bildungschancen für alle Kinder zu verwirklichen und optimale Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsbedingungen zu garantieren.

Gemäß dem bayrischen Bildungs- und Erziehungsplans werden die Kinder in folgenden Bereichen gefördert:

• Vermittlung von Sicherheit und Geborgenheit: Säuglinge und Kleinkinder brauchen die Stabilität der Bezugsperson; Kontinuität vermittelt ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Orientierung.
Hier kommt der Eingewöhnungsphase eine entscheidende Bedeutung zu. Durch pädagogische Gestaltung der Eingewöhnungsphase, die in den meisten Fällen die erste Trennung von der primären Bezugsperson darstellt, wird die Grundlage für das Wohlbefinden des Kindes gelegt. Wird diese erste Trennung erfolgreich gemeistert, hat dies entscheidenden Einfluss auf spätere Herausforderungen und stärkt die Resilienz der Kinder.

Eingewöhnungsphase
Bevor die eigentliche Eingewöhnung des Kindes stattfindet, werden die Eltern zu einem Kennenlerngespräch gebeten. Hier bietet sich die Möglichkeit vorab gezielte Informationen über das Kind zu erhalten: Vorlieben, Verhaltensmuster, Rituale innerhalb der Familie usw.
Die Eltern werden bei diesem Gespräch über die Bedeutung und den Ablauf der Eingewöhnung informiert.

Ende Juni findet für alle Eltern ein Informations- und Kennenlern - Elternabend statt.

Für die Kinder, die ab September unsere Einrichtung besuchen, findet im Juli ein „Schnuppernachmittag“ statt. Diese Nachmittage werden an Nachmittagen abgehalten, an denen keine regulären Gruppen stattfinden. Nur die Kinder – maximal 4 – die die Spielstube neu besuchen, werden zusammen mit der entsprechenden Betreuungsperson für jeweils 1,5 Stunden in unsere Einrichtung eingeladen. In dieser Zeit haben die Kinder und deren Eltern die Möglichkeit das pädagogische Fachpersonal, die Räumlichkeiten und die verschiedenen Spielmöglichkeiten besser kennen zu lernen. Hier ist uns eine entspannte Atmosphäre besonders wichtig.
Die Eltern werden im Vorfeld gebeten, ihrem Kind die Möglichkeit zu geben, die Einrichtung in seinem individuellen Tempo zu erkunden.
Eine einheitliche Dauer der Eingewöhnung gibt es in unserer Einrichtung nicht, da diese sehr individuell auf das einzelne Kind abgestimmt wird. Damit jedoch die Eltern besser planen können, bitten wir darum mindestens 4 Wochen für diese Phase einzuplanen.

In den ersten Tagen der Eingewöhnung sollten sich die Bezugspersonen gemeinsam mit ihrem Kind für ein bis zwei Stunden in der Spielstube aufhalten. Die pädagogische Fachkraft versucht in dieser Zeit, über ein Spielangebot Kontakt zum Kind aufzubauen. Für die Kinder ist es besonders wichtig, einen vertrauten Gegenstand dabei zu haben, der ihm ein Gefühl von Vertrautheit und Geborgenheit gibt.

Nach mehreren Besuchstagen entfernt sich die Bezugsperson nach einiger Zeit aus dem Gruppenraum, nachdem sie sich vom Kind verabschiedet hat. Wenn sich das Kind dabei entspannt verhält, beträgt die erste Zeit der Trennung nicht länger als 30 Minuten. Die Mutter/der Vater halt sich aber in der Einrichtung auf, um das Kind zu trösten falls es zu weinen beginnt.
Je nach Toleranz des Kindes, nimmt die Zeit, in der die Bezugsperson den Raum verlässt, stetig zu. Die Fachkraft übernimmt zunehmend – erst im Beisein der Bezugsperson – die Versorgung des Kindes (Wickeln, Füttern usw.). Sie versucht sich immer häufiger als Spielpartnerin anzubieten und reagiert auf die Signale des Kindes. Fühlt sich das Kind in dieser Zeit der Eingewöhnung sicher und lässt sich auch nachhaltig von der Fachkraft trösten, können die Eltern die Einrichtung verlassen – sind aber für Notfälle erreichbar.
In der Zeit der Eingewöhnung wird auf einen möglichst konstanten und stabilen Rahmen geachtet. Dazu gehört in erster Linie ein geregelter und damit für das Kind vorhersehbarer Tagesablauf.

• Stärkung des kindlichen Selbstwertes durch Erfahrungen, sich im Alltag zu behaupten, Wünsche zu äußern und sich selbst als handelnde Personen zu erleben.
In der Kindergruppe lernen die Kinder sich selbst als Individuum im sozialen Kontext kennen: Persönlichkeitsbildung und –entwicklung, Ich-Findung, Selbst- und Eigenverantwortung, Selbstbestimmung, Körperwahrnehmung und –bewusstsein, Finden der eigenen geschlechtlichen Identität.

• Soziales Lernen in der Gruppe: miteinander kommunizieren, spielen, singen, sich selbst als Teil der Gruppe erleben, Eigenständigkeit und Gemeinschaft erleben, Hilfe bekommen, Hilfe geben, Rücksicht aufeinander nehmen, sich selbst behaupten und nachgeben lernen. Die Balance zwischen individueller Autonomie und sozialer Mitverantwortung erlernen.
Dies geschieht im Freispiel, in angeleiteten Rollenspielen, in Gemeinschaftsarbeiten, bei Festen und Feiern. Kinder lernen durch unmittelbare Erfahrung in einer Gruppe, sich in einer sozialen Gemeinschaft zu Recht zu finden. Sie lernen, anderen Kindern gegenüber Rücksicht zu nehmen, sie zu achten und Kontakte zu knüpfen. Die Kinder lernen Grenzen und Regeln kennen und diese zu berücksichtigen.
Durch täglich wiederkehrende Rituale fühlen sich die Kinder in ihrer Gruppe geborgen und erfahren ein „Wir-Gefühl“

• Ressourcenorientierung: Durch gezielte Beobachtung erkennen die Fachkräfte die Ressourcen des Kindes. Sie beachten, was Kinder zur Lösung eines Problems beitragen können und wo sie Unterstützung brauchen auf dem Weg zu einer eigenständigen Lösung. Besondere Beachtung findet hier die Vermittlung lernmethodischer Kompetenz: lernen, wie man lernt.

• Wahrnehmen und Lernen mit allen Sinnen: Spielen, wahrnehmen und lernen hängen eng zusammen.
Ausgehend von den Interessen der Kinder gestalten die PädagogInnen vielfältige Erfahrungsräume. Die gemeinsame Bewältigung von Alltagsaufgaben gehört hier genauso dazu, wie Bewegungserfahrungen und die Anbahnung und Förderung sprachlicher Kompetenzen durch sprachliches Begleiten von Alltagshandlungen.
Sprachliche Kompetenz und musikalische Erziehung fördern wir durch das Singen von Liedern, Bilderbuchbetrachtung und Vorlesen, Fingerspiele, Sing- und Tanzspiele.
Mit dem Kind sprechen, ihm zuhören und ihm antworten als beste Sprachförderung ist eines der Kernziele unserer Einrichtung. Die Kinder entdecken die eigene Sprech- und Singstimme, erleben Freude an Musik, Bewegung, Singen und Sprechen.

• Sinn- und Lebenszusammenhänge erkennen: Beachtung der Würde des Menschen und seiner sozialen Gleichwertigkeit, Entwicklung von Normen und Werten, bewusster Umgang mit Natur und Umwelt.
Wir führen kleine Experimente durch, z.B. Schnee wird zu Wasser, der Wind bläst die Kerzen aus usw. Jahreszeitliche Veränderungen in der Natur werden beobachtet, Naturmaterialien werden gesammelt, erforscht und benannt. Im Umgang mit diesen Gegenständen und Dingen machen die Kinder bereits erste mathematisch/naturwissenschaftliche Erfahrungen durch unterschiedliche Formen, Größe und Gewicht.

• Bewegungserziehung: Die Kinder werden im gesamten Tagesablauf zur Bewegung motiviert, einfache Bewegungsabläufe werden geübt und gefestigt. Neugier auf neue Bewegungsabläufe und motorische Herausforderungen werden entwickelt, z.B. Begleitung beim Laufen lernen und darauf aufbauende Bewegungen.
Unsere Räume sind mit vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten ausgestattet z.B. (Matratzen zum Hüpfen und Springen; Rutschen usw.)

• Religiöse Erziehung: Als christlicher Träger legen wir das christliche Menschenbild in unserer täglichen Arbeit zugrunde. Christliche Feste werden thematisiert und gefeiert, soweit diese die Kinder altersgemäß verstehen. Achtung, Toleranz und Respekt gegenüber anderen Religionen sind Grundlage unserer Arbeit.

• Kreativitätserziehung: Wir fördern Kreativität, Fantasie und Ausdauer durch den Umgang mit verschiedenen Materialien. Kinder haben Spaß am Umgang mit Farbe, Knete, Kleber und entdecken damit eigene Gestaltungswege. Dabei steht nicht das fertige Produkt im Vordergrund, sondern die Lernprozesse und die Selbsterfahrung.

• Gesundheitsförderung: Bei der Gesundheitsförderung kommt einer gesunden, abwechslungsreichen und altersgemäßen Ernährung entscheidende Bedeutung zu. Die Verwendung von saisonalen, regionalen, frischen Lebensmitteln legt den Grundstein für eine bewusste Ernährungserziehung und beugt so späterem Suchtverhalten vor. Die Wünsche der Kinder sowie ihre individuelle Konstitution und kulturelle Besonderheiten werden berücksichtigt.

Wichtig ist auch, den Kindern ausreichend Getränke anzubieten, wobei gesunde und durststillende Getränke ausgewählt werden.
Die Essenssituation selbst dient der Kommunikation in der Gruppe und dem Zusammengehörigkeitsgefühl.

Öffnungszeit und flexibler Tagesablauf

Die Öffnungszeiten der SkF Spielstube Prien sind von Montag bis Freitag von 7.30 – 12.30 Uhr, sowie Dienstag und Donnerstag zusätzlich von 14.30 bis 17.30 Uhr.
Mindestbuchungszeit 5 Stunden - Höchstbuchungszeit 15 Stunden
Es gibt bis zu 20 Tage Schließungszeit.

Die Öffnungszeit der Einrichtung wird dem Bedarf der Familien angepasst. Bring- und Abholzeiten werden in Absprache und innerhalb eines bestimmten Rahmens flexibel und individuell gestaltet. Die jährliche Schließungszeit wird mit den Eltern abgestimmt.
Um Sicherheit und Orientierung, auf die besonders kleine Kinder angewiesen sind, zu gewährleisten, muss der Tagesablauf strukturiert sein. Er soll aber auch individuelle Bedürfnisse berücksichtigen (z.B. Rückzugsmöglichkeiten, Freiwilligkeit der Teilnahme bei gleichzeitiger Motivation sich am „Leben“ der Gruppe zu beteiligen, individuelle Angebote, Alltagslernen). Die Kinder werden an der Gestaltung des Tagesablaufs beteiligt.

Tagesablauf

Kinder gewinnen Sicherheit durch wiederkehrende Strukturen, Tätigkeiten und Rituale. So wichtig wie die Begrüßung und Verabschiedung sind auch strukturierte und freie Aktivitäten, Ruhephasen, Körperhygiene und – pflege. Auch die flexiblen Angebote müssen Kontinuität und Voraussehbarkeit gewährleisten. Ein strukturierter Tagesablauf ist dafür eine sichere Basis:

7.30 – 8.30 Uhr Bringzeit: jedes Kind wird von der pädagogischen Fachkraft begrüßt, wenn es von den Eltern in den Gruppenraum gebracht wird. Es wird gleich ein persönlicher Kontakt zum Kind aufgebaut. Freies Spiel.
8.30 – 10.00 Freies Spiel: die Kinder wählen Spielpartner, Spielort und Spielmaterial selbst, werden aber immer wieder von der pädagogischen Fachkraft begleitet. In dieser Zeit werden auch immer wieder kreative Angebote gemacht: Experimentieren mit Farben oder Materialien (Knete, Kleister, Wasser usw.). Wichtig auch hier: das Kind kann frei entscheiden, ob es mitmachen will oder nicht.
Innerhalb des Freispiels wird den Kindern immer wieder etwas zu trinken angeboten. Falls es die Situation erfordert, wird bei einzelnen Kindern eine kleine Brotzeit eingelegt.
ca. 10.00 Uhr Morgenkreis: im Morgenkreis versammeln sich alle Kinder auf dem Teppich. Gemeinsam wird ein Lied gesungen, bei dem alle Kinder namentlich genannt werden. Anschließend findet eine kurze Aktion statt: z.B. Bilderbuch, Singspiel, Wahrnehmungsübung usw.
nach dem Morgenkreis: gemeinsame Brotzeit
ca. 11.00 Uhr bei schönem Wetter gehen wir in den Garten. Wenn es regnet, Freispiel im Haus mit Kleingruppenarbeit (maximal drei Kinder); diese werden im 2. Gruppenraum gezielt spielerisch gefördert
11.45 – 12.30 Uhr Abholzeit: jedes Kind wird persönlich von der pädagogischen Fachkraft verabschiedet.

Fachpersonal:

Nicole Auer Erzieherin Leitung
Christine Guther Dipl.Soz.päd. (FH)
Larissa Kolb Erzieherin
Susanne Weigert Erzieherin
Claudia Obermüller Erzieherin
Marion Kranz Kinderpflegerin
Marion Zedelmayer Kinderpflegerin Elternzeit
Alexandra Wappmannsberger Ausbildung zur Tagesmutter

23 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen bereichern und ergänzen je nach Bedarf die fachliche Arbeit.

Räumlichkeiten:

Die Betreuung findet im katholischen Pfarrzentrum St. Mariae in Prien im Erdgeschoss statt:
- Spielraum und Ruheraum 52 qm
- 2. Gruppenraum 60 qm
- Teeküche
- Sanitäranlage
- Büro gegenüber des Gruppenraums
- Garten mit Spielgeräten

Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern

Die SkF Spielstube Prien ist eine familienergänzende und –unterstützende Einrichtung.
Eltern finden hier Gesprächspartner und Begleiter für ihre pädagogischen Fragen. Familien, die auf besondere Hilfe angewiesen sind, erfahren hier Beratung und konkrete Unterstützung. Gegenseitige Elternhilfe soll es insbesondere Alleinerziehenden ermöglichen, auch ihren Interessen nachgehen zu können.
Es wird ein gemeinsamer Elternbeirat analog den Vorgaben des Bayerischen Kinder- gartengesetzes gebildet. Er ist ein wichtiges Gremium, um eine Beteiligung bei der Wahrnehmung der Verantwortung für die Arbeit und Entwicklung der SkF Spielstube Prien sicherzustellen.
Die Eltern werden beim Aufnahmegespräch über die wichtigsten Grundsätze der Spielstube informiert. Die Eingewöhnung wird mit den Eltern gestaltet. Sie werden in den Entwicklungsprozess ihres Kindes einbezogen und erhalten laufend Informationen. Ebenso werden sie über Tagesstruktur, Schwerpunkte der Arbeit und geplante Aktivitäten laufend informiert und zur Beteiligung motiviert. Neben Gesprächen mit den Eltern und Elternabenden werden ihre Wünsche, Interessen und Bedarfe über jährliche Elternbefragungen standardisiert abgefragt und umgesetzt.

Unsere Angebote:
- Aufnahmegespräch (siehe Eingewöhnungsphase)
- Tür- und Angelgespräche zum Informationsaustausch
- Entwicklungsgespräche
- Elternabende
- Elternbeirat
- Elternbefragung
- Professionelles Beschwerdemanagement über die Geschäftsstelle des SkF e.V. Südostbayern
- Information über Aushänge

Finanzierung

- Zuschuss des Erzbischöfliches Ordinariat München Freising
- Zuschuss der Kornegger Stiftung Prien
- Elternbeiträge
- Spenden
- Förderung durch Sternstunden e.V.
- Vertrag Marktgemeinde Prien (angestrebt)

Wir stellen mit der SkF Spielstube aufgrund des vorliegenden Konzeptes ein einzigartiges Format dar, dem der ganz spezifische Betreuungsbedarf von Familien vor Ort gerecht wird und gleichzeitig auf hohem pädagogischem Niveau die kindliche Entwicklung und Bildung fördert.

SkF Spielstube Prien
Alte Rathausstr. 1a 83209 Prien

Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Südostbayern
Schulstr. 8 83209 Prien
08051 – 62110
info@skf-prien.de
www.skf-prien.de

Sternstunden

Mit Hilfe der von Stern- stunden der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks gesammelten Spenden können 104 Hilfsprojekte in bundesweit 49 SkF-Ortsvereinen umgesetzt werden.
Ziel ist es, zu mehr Chancen- und Teilhabegerechtigkeit von Kindern und Jugendlichen aus armen Familien beizutragen.

Sternstunden-Aktion in der Spielstube Prien

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